//Daniel Sokolowski

Anleitung zum Bau von Busch-Wild- und Zierlupinen
(H0 1217 und H0 1218)

In diesem Bericht ist beschrieben, wie die Lupinen der Firma Busch am besten zusammenzubauen sind. Der Unterschied zwischen Zier- und Wildlupinen liegt außer in der anderen Bedruckung des Kartons nur darin, dass die Blütenspritzlinge andere Farben haben. Sämtliche Informationen basieren auf meinen Erfahrungen, die ich beim Herstellen dieser Blumen sammeln konnte.


Materialien

Als Erstes braucht man, außer dem Lupinen-Bausatz von Busch, folgendes Werkzeug:

  • ein Skalpell (oder anderes scharfes Messer)
  • eine Schere
  • eine Pinzette
  • Sekundenkleber *
  • eine Folie (z.B. von einer Papier CD-Hülle)
  • zwei gleich hohe Stücke hartes Holz mit einer Mindeststärke von 2cm als Unterlage
  • kleine Schälchen
  • eine gute Arbeitsplatzausleuchtung
  • evtl. eine Lupe
  • viel Geduld und Muße
* Der Kleber sollte zuverlässig und mit extremer Festigkeit verbinden. Polystirolkleber ist hierbei ungeeignet, da er schnell einen der kleinen Blumenstiele wegätzen kann. Ich rate zum "Turbo 2000 KFZ Kleber". Mit anderen dünnflüssigen Sekundenklebern kann die Arbeit allerdings auch glücken.


Inhalt des Bausatzes

Bevor man nun mit dem Herstellen der Blumen anfangen kann, müssen diese erst ausgepackt werden. Hierbei sollte das Tütchen mit einer Schere vorsichtig aufgeschnitten werden, da beim Aufreißen die filigranen Blumenteile beschädigt werden könnten.
Nach dem Öffnen der Tüte hat man nun vier Spritzlinge mit den Stielen und den Bodenplatten und sechs Spritzlinge mit den Blüten vor sich liegen (s. Bild zeigt Wildlupinenpackungsinhalt). Die Blütenspritzlinge sind in der Wildlupinenpackung in folgenden Farben vorhanden: 2 x rosa, 2 x hellviolett und 2 x dunkelviolett. In der Zierlupinenpackung sind die Blütenspritzlinge in den folgenden Farben vorhanden: 1 x weiß, 1 x orange, 1 x gelb, 1 x rosa, 1 x hellrot und 1 x dunkelrot.


Stiel- und Bodenplattenspritzling

Als erstes werden die Blätter, welche eine Art Krone am oberen Ende besitzen, von den Spritzlingen getrennt. Hierbei stören allerdings die "Plastikgitter", welche sich an jedem Stielspritzling über den Blättern befinden. Um sie abzutrennen schneidet man die Gitter an allen sechs Punkten, mit denen sie am Spritzling befestigt sind, ab (s. Bild).


Aufliegen des Spritzlings Abtrennen eines Blattes

Jetzt kann man die Blätter leicht abtrennen. Hierzu muss man den Spritzling mit der glatten Seite nach unten auf eins der beiden Bretter legen (s. linkes Bild). Dann werden die Stiele direkt am Spritzling mit einem Messer abgetrennt (s. rechtes Bild). Dieser Vorgang muss bei allen 144 Blättern durchgeführt werden.
Aber Achtung: Es darf beim Schneiden kein Grat entstehen!!!
Die abgetrennten Blätter werden in einem Schälchen gesammelt.


abtrennen eines Blütenstiels

Dann werden die Blütenstiele, welche gerade Stängel sind und keine Verästelung haben, direkt am Spritzling mit einem Messer abgetrennt. Dieser Vorgang muss bei allen 80 Blütenstielen durchgeführt werden.
Aber Achtung: Es darf beim Schneiden kein Grat entstehen!!!
Die abgetrennten Blätter werden in einem anderen Schälchen gesammelt. Dasselbe macht man noch mit den Bodenplatten, die man auch in einem Schälchen sammelt.


Blütenspritzling Abtrennen des Gitters bei einem Blütenspritzling

Bevor man mit dem Kleben beginnen kann, muss man noch die Blütenspritzlinge bearbeiten. Hierbei muss man das Gitter, an dem die Blüten befestigt sind, vom Rest des Spritzlings mit einem Messer abschneiden (s. rechtes Bild).


Blütenspritzling auf zwei Brettern

Dann wird der Spritzling mit den Löchern der Blüten nach oben auf die beiden Bretter gelegt (s. Bild). Nun wird ein kleiner Tropfen des Klebers auf die Folie gegeben. Dann wird eine Spitze eines Blütenstiels in den Klebertropfen getunkt. Anschließend wird die Seite des Stiels, welche in den Kleber getunkt wurde, in die Bohrung einer Blüte hineingesteckt. Hierbei kann mit den Fingern oder mit der Pinzette gearbeitet werden. Ich empfehle, nach Möglichkeit mit den Fingern vorzugehen.


Blütenspritzling mit eingeklebten Blütenstielen

Beim Kleben ist es empfehlenswert eine bestimmte Reihenfolge einzuhalten. Am besten ist es, folgendermaßen vorzugehen:

  1. In ein Loch eines Blütenspritzlings, das sich an der Seite befindet, wird ein Blütenstiel eingeklebt.
  2. Dasselbe macht man dann mit den restlichen fünf Spritzlingen.
  3. Man nimmt sich wieder den ersten Blütenspritzling und klebt in das Loch, das neben dem Loch ist, in das der letzte Stiel eingeklebt wurde, einen Blütenstiel.
  4. Dasselbe macht man dann mit den restlichen fünf Spritzlingen.
  5. Man wiederhohlt die beiden Schritte 3. und 4. bis alle Löcher der Blütenspritzlinge mit Stielen versehen sind (s. Bild).
  6. Alle geklebten Blumen werden, wie im nächsten Absatz erläutert, aus den Spritzlingen getrennt.


Das heraustrennen der Blumen aus dem Blütenspritzling

Das Heraustrennen der Blumen aus dem Blütenspritzling:
Um die Blumen aus dem Spritzling herausschneiden zu können, muss der Spritzling mit den eingeklebten Stielen so gedreht werden, dass die Stiele zwischen den beiden Brettern nach unten zeigen (s. Bild). Dann wird das Messer an der einen Seite direkt an der Blüte angesetzt und gerade nach unten gedrückt (s. Bild). Dasselbe macht man dann auf der anderen Seite der Blüte.


Größenvergleich

Hier sieht man nun eine fertige Lupinenblüte, welche zum Größenvergleich zwischen einem H0-Figürchen und einem Zollstock steht. Nun muss man in kleinen Gruppen Blätter und Blüten nahe nebeneinander setzen. Man kann dafür die vorgesehenen Bodenplatten der Firma Busch benutzen, doch darüber kann ich keine Erfahrungen schreiben, da die von mir hergestellten Lupinen alle in speziellen Platten, welche mit Löchern versehen wurden, individuell eingeklebt wurden.

hoch | © Sokolowski Donnerstag, 3. April 2008

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